Der Kunde ist König

Bewertungen in sozialen Netzwerken sind für Dienstleister heutzutage essenziell. Doch sind diese auch immer ehrlich und fair? Und wie kann man als Dienstleister Einfluss darauf nehmen?

Ich komme ursprünglich aus einer Kleinstadt in Mittelfranken, die in jeder Hinsicht dem Klischee einer typischen Kleinstadt entspricht. Trotz der knapp 40.000 Einwohner kennt in gewisser Weise jeder jeden und täglich begegnet man in der Stammkneipe, dem einzigen Einkaufszentrum der Stadt, oder in der kleinen Fußgängerzone einem bekannten Gesicht. Hier kam ich zur Welt, hier bin ich aufgewachsen und hier absolvierte ich meine Ausbildung zum Fotografen. Das Fotostudio befand sich in einer Seitenstraße der kleinen Fußgängerzone und mein Ausbilder erinnerte mich oft daran, sollte ein Kunde den Laden unzufrieden verlassen, so würde dieser auf seinem Weg durch die Fußgängerzone mindestens zehn weiteren Menschen seine Unzufriedenheit anvertrauen. Selbstverständlich würde die Geschichte dann von diesen Anvertrauten verbreitet und noch dazu von Erzählung zu Erzählung dramatischer und die Folgen für unseren kleinen Laden gravierender werden. So funktioniert nunmal eine Kleinstadt.


Inzwischen sind 14 Jahre vergangen, ich lebe in einer Großstadt mit fast 3,5 Millionen Einwohnern und dennoch hat sich an der Schilderung meines Ausbilders wenig geändert. Im Gegenteil, es hat sich sogar potenziert. Soziale Netzwerke machen die Welt zur Kleinstadt und Smartphones ersetzen die Fußgängerzone. Statt der ursprünglich 10 Menschen erreicht unser Kunde nun unmittelbar nach Verlassen des Geschäfts, oder sogar noch in diesem, 100 bis 1000 Freunde, Follower und Abonnenten gleichzeitig. Seine Kritik, die Rezension, das Feedback, oder die Bewertung stehen dann für jeden lesbar, zum Liken, Teilen und Retweeten auf ewig im Netz. Ungefiltert und unkommentiert.

Ob diese Kritik, sprich seine Unzufriedenheit tatsächlich gerechtfertigt ist spielt dabei eine kleine Rolle. Denn wie auch in der mündlichen Überlieferung erhält der Leser in diesem Fall nur eine subjektive, sprich einseitige Überlieferung. Der Dienstleister hat zwar, anders als in der Fußgängerzone, die Möglichkeit den Beitrag des Kunden zu kommentieren und seine Sicht der Dinge zu präsentieren, doch wird dies meist ignoriert, oder schlimmstenfalls als plumpe Rechtfertigung angesehen und ist daher keine Option. Ob selbst verschuldet oder nicht sitzt der Dienstleister hier am kürzeren Hebel.

Leider erkennen dies einige Kunden und nutzen es entsprechend aus um den Dienstleister quasi zu „erpressen“. Gibt es also keinen Preisnachlass oder zusätzliche Leistungen folgt die schlechte Kritik in den Netzwerken. Viele Dienstleister sehen sich in Folge dessen gezwungen stets nachzugeben, wodurch die Aussage „Der Kunde ist König“ eine völlig neue Bedeutung erhält.

Doch was ist die Lösung?


Als Heidi und ich uns vor knapp drei Jahren in die Selbstständigkeit wagten, war es unser Credo jeden Kunden glücklich zu machen, keiner sollte einen Grund haben unzufrieden zu sein. Statistisch gesehen ist dies jedoch bei zunehmender Kundenanzahl langfristig gesehen fast nicht umsetzbar. Spätestens bei dem Bedienen mehrerer Kunden gleichzeitig in Form einer Fotoaktion, Veranstaltungs-, KITA-, oder Schülerfotos ist es nahezu unmöglich jeden individuellen Wunsch zu erfüllen. Auch wenn wir diesbezüglich stets unser Bestes geben, lässt es sich nicht vermeiden hin und wieder einen Kunden zu enttäuschen. Wobei sich die Anzahl negativer Kritiken bis dato in einem überschaubaren Bereich befindet.

Schon nach kurzer Zeit hatten wir im Laufe unserer Selbstständigkeit beschlossen uns durch das Risiko potentiell negativer Bewertungen nicht beeinflussen zu lassen. Zum einen erledigen wir unsere Arbeit stets nach besten Wissen und Gewissen, so dass von vornherein keinen Grund für negatives Feedback geben sollte.

Fragt ein Kunde nach einer zusätzlichen Leistung, oder einem individuellen Angebot, versuchen wir ihm so gut es geht entgegen zu kommen. Sofern natürlich beide Parteien, sprich der Kunde und wir damit leben können. Quasi der kleinste, gemeinsame Nenner.

Wir weisen unsere Kunden auch stets darauf hin, dass sie sich jederzeit an uns wenden können, sofern etwas unklar oder ein Problem vorhanden sein sollte. Schließlich kann man nur im Dialog auch eine Lösung finden. Gibt es also einen Grund unzufrieden zu sein, kann er mit uns reden. Für viele Kunden ist dies nicht selbstverständlich und sie müssen entsprechend darauf hingewiesen werden.

Letztlich bitten wir natürlich auch all unsere Kunden einen positives Feedback in sozialen Netzwerken zu hinterlassen, insofern dies auch ehrlich gemeint ist. Eine große Anzahl positiver Bewertungen lässt die eine negative nämlich schnell verblassen.

Sollte es trotz dieser Vorkehrungen zu einer schlechten Kritik kommen, wissen wir zumindest, dass wir unser Möglichstes versucht haben dies zu unterbinden und können uns daher kaum Vorwürfe machen. Selbstverständlich kratzt es ein wenig am Image, doch muss man letztlich damit leben können und wie gewohnt weiter machen. Gute Arbeit leisten, dem Kunden weites gehend entgegen kommen, den Dialog anbieten und ihm zum Hinterlassen positiven Feedbacks animieren.


Ich will jetzt nicht behaupten, dass jede negative Bewertung ungerechtfertigt ist, geschweige den sinnlos. Doch weiß man auch nie wie es dazu kam, da sie wie schon erwähnt subjektiv ist. Hat der Kunden tatsächlich alle Möglichkeiten des Dialogs genutzt? Waren seine Vorstellungen und Forderungen eventuell zu hoch angesetzt, oder hat es der Dienstleister tatsächlich nicht anders verdient? Nicht immer kann man das wissen. Daher ist das Feedback in sozialen Netzwerken, ob positiv oder negativ stets eine individuelle und vor allem subjektive Darstellung des Erlebten. Als potentieller Kunde sollte man diese zwar nicht ignorieren, doch auch nicht zu viel hinein interpretieren. Bewertungen können sowohl für den Kunden wie auch für den Dienstleister eine Hilfestellung sein, eine Art Umfrage.

Letztlich kann man als Kunde jedoch nur anhand eines Selbstversuchs heraus finden wie gut oder schlecht etwas ist.

Als Dienstleister hingegen sollte man die Kunden ungeachtet einer „drohenden“ Bewertung stets so behandeln, wie man auch selbst behandelt werden möchte.

Letztendlich ist der Kunde fraglos auch König, sofern er seine Macht nicht ausnutzt.


Dies ist zumindest meine Meinung und so geben wir täglich weiterhin unser Bestes und freuen uns über jede Bewertung ;-)


In diesem Sinne auf weiterhin gute Zusammenarbeit und liebe Grüße,

David



Veröffentlicht in Gedanken, Fotografie, SozialeNetzwerke, Kritik am 01.02.2017 18:15 Uhr. 0 KommentareKommentar abgeben

2016

2015 war für SPUTNIKeins fotografie ein ereignisreiches Jahr. Was haben wir alles erlebt und was erwartet uns 2016?

Ja, der Januar ist schon fast zu Ende und jetzt erst lassen wir das Jahr 2015 Revue passieren. Das liegt daran, dass der Januar einfach zu kurz war um Zeit zu finden, denn 2015 war ein tolles und aufregendes Jahr.


2015 haben wir neue tolle Kunden kennengelernt und durften sie in vielen schönen Fotos festhalten. Wir freuen uns immer über Geburtskarten, auf denen dann ein Foto von uns drauf ist, oder über eine Dankeskarte von einem Hochzeitspaar mit unseren Fotos. Das ist ein wahnsinnig schönes Gefühl. 


Unsere Kunden haben jetzt Fotos bei sich zu Hause stehen und denken beim längeren hinschauen an das Shooting bei uns und mit uns. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir euch das Shooting so entspannt wie möglich gestalten. Ruhe, Vertrauen und Zeit - das ist uns 2015 sehr wichtig und wird 2016 noch wichtiger. 

Wir durften 2015 viele Kindergärten fotografieren und hatten jedes mal eine menge Spaß mit den kleinen Zwergen :-) 


Und was ist denn noch so passiert 2015??? Hmmm, ..... Na klar - wir haben uns unseren Traum erfüllt. UNSER EIGENES STUDIO...es ist einfach toll! Wer von euch noch nicht da war, kommt vorbei, ladet euch auf einen Kaffee bei uns ein (aber bitte ruft vorher an :-) ). Wir haben uns ein Studio ohne Laufpublikum ausgesucht, in einer ruhigen Lage mit einem angrenzenden Park und auf einem Hof, wo man dank der vielen Künstler einfach nur kreativ sein kann. Hier können wir unseren drei wichtigen Punkten Ruhe, Vertrauen und Zeit so wunderbar gerecht werden.

Im März fanden wir unsere Traumimmobilie, im Mai unterschrieben wir den Vertrag und dann wurde es ganz für uns umgebaut :-) Den September verbrachten wir mit Shoppen, Malern, Ideen umsetzen und dem Einrichten von wunderschönen 100qm. Am 3.10 durften wir Eröffnung feiern mit vielen Freunden, Bekannten und Kunden. DANKE hier auch nochmal an alle die da waren. 


Dann folgte auch schon gleich das erste Weihnachtsgeschäft und es war wahnsinnig, wir haben bis zum 23.12 gearbeitet und am 24.12 die letzten Fotos an unsere Kunden verteilt. Was für ein tolles Gefühl!


So, jetzt ist 2016 - im Januar setzen wir uns immer zusammen und machen einen Tag lang nur Lagebesprechung. Was war gut 2015? Was war nicht so toll? Was wollen wir 2016 machen? Was für Set bieten wir unseren Kunden an? All das muss natürlich auch umgesetzt werden und ihr dürft gespannt sein, was wir alles vorhaben. 

Auf ein spannendes 2016!


Liebe Grüße,

Heidi

Veröffentlicht in SPUTNIKeinsFotografie, ÜberUns, Rückblick, Planung, Studio, Weihnachten, Service am 01.02.2017 13:28 Uhr. 0 KommentareKommentar abgeben

lang lang ist es her

Die Geschichte von SPUTNIKeins fotografie ist auch die Geschichte von Heidi & David und der Beginn einer wundervollen Zusammenarbeit.

Also... vor langer langer Zeit, im Sommer 2010, durfte ich die Leitung eines größeren Fotostudios in Berlin übernehmen, dort habe ich David kennengelernt - er war noch nicht lange in Berlin und arbeitete in dem Studio als Fotograf.

Ja, wir mochten uns nicht gleich - durch mich gab es viele Änderungen im Studio und die sind nicht immer willkommen gewesen. Aber das kennt ja jeder...

Wir haben lange nebeneinander gearbeitet, anstatt miteinander - doch mit der Zeit wurde es immer besser - ich habe gemerkt, dass ich mich 100% auf ihn verlassen kann und er auch nach 9 Stunden Fotostudio immer noch lächelt und fragt was er tun kann. Auch David merkte wohl dass Veränderungen manchmal nicht schlecht sind und ich auch nicht soooo schlimm bin :-). Wir wurden Kaffeebuddies und verbrachten die Pausen oft bei Balzac Coffee (wahrscheinlich haben sie deswegen endlich eine neue Einrichtung). 

Im Januar 2012 habe ich David erzählt, dass mein Mann und ich Nachwuchs erwarten und ich bald nicht mehr jeden Tag im Studio sein werde. Für uns war klar, dass es Zeit wird, dass David meinen Job übernimmt und somit die Leitung vom Studio. Und ja, es klappte - so übernahm David im Sommer 2012 die Leitung und ich bekam meinen kleinen Theo. 


Und jetzt wollt ihr bestimmt noch wissen wie wir SPUTNIKeins geworden sind...auch wenn nicht - ich bin grad in Schreiblaune und erzähle es euch. 


Ich habe 2013 wieder im Studio angefangen, doch nicht bei David, da dies einen zu weiten Anfahrtsweg hat und das mit den Kitazeiten nicht vereinbar war. Ja als Mama ändern sich die Prioritäten und schnell fängt der Tag um 7 Uhr an und hört schon um 21 Uhr wieder auf. Früher habe ich bis 21 Uhr gearbeitet - gut, das habe ich auch nie vermisst. 


Aber wieder zum Thema, wie kam es zu SPUTNIKeins? Wir haben uns irgendwann mal überlegt was wir beruflich erreichen wollen und stellten fest, dass wir beide wieder die Selbstständigkeit wollen, aber diesen Schritt nicht alleine gehen wollen. So kam es, dass wir immer mehr darüber redeten, dass wir zusammen in die Selbstständigkeit gehen und irgendwann eine Entscheidung getroffen werden musste....und ja, es war die richtige - es war die Entscheidung für SPUTNIKeins fotografie, für eine Zusammenarbeit die hoffentlich ganz lange hält. 


Liebe Grüße,

Heidi



Veröffentlicht in SPUTNIKeinsFotografie, ÜberUns, Team, Heidi&David, Werdegang am 03.04.2015 16:00 Uhr. 0 KommentareKommentar abgeben

Was bleibt ist die Erinnerung...

SPUTNIKeins fotografie durfte schon einige Hochzeiten begleiten. Doch was haben wir aus diesen gelernt und welche Erfahrungen können wir weiter geben?

Heute wollen wir euch etwas über unsere erste gemeinsame Hochzeit erzählen und warum wir nicht verstehen weshalb der Fotograf auf den meisten Hochzeits-"To Do"-Listen relativ weit unten steht.


Im Sommer 2013 heirateten Jana und Hauke und fragten uns schon relativ zeitig ob wir sie an ihrem Tag begleiten.

Unsere Begleitung fing am Vormittag mit einer relativ gelassenen Braut an. Ich habe sie begleitet wie sie von einer schönen Frau zu einer traumhaften Braut wurde. Das Make up, die Frisur - alles war perfekt!

David und ich hatten uns vorher abgesprochen wer die Trauung fotografiert und wer in der Zeit die Atmosphäre aufnimmt. Da es unsere erste gemeinsame Hochzeit war, waren wir beeindruckt wie gut die Zusammenarbeit funktionierte und wie hilfreich es ist bei den Portraits eine dritte und vierte Hand zu haben.

Mitten beim Sektempfang von Jana und Hauke traf David eine Bekannte, die sich gerade für ihre eigene Hochzeit im nächsten Sommer die Location anguckte. Perfekt zur Location buchte sie uns auch gleich als Hochzeitsfotografen. Was könnte den Tag einer Hochzeit für Fotografen noch schöner machen als eine weitere Hochzeitsbuchung? Wir wissen es nicht…

Es war ein langer, sehr schöner Tag mit Jana und Hauke und wir sagen nochmals DANKE, dass wir euch an eurem schönsten Tag begleiten durften.


Ich selber habe 2008 geheiratet, damals kannte ich David noch nicht, sonst hätte er wahrscheinlich meine Hochzeitsfotos gemacht. Für mich war die Wahl des Fotografen natürlich eine der wichtigsten, wichtiger als die Torte und der Brautstrauß. Man könnte fast sagen, dass der Punkt auf meiner Liste gleich nach dem Brautkleid kam. Egal wie schön der Brautstrauß ist, wenn ich kein Foto habe, das mich auch in einigen Jahren noch daran erinnert, was bringt mir dann ein schöner Strauß?

Ich habe im Endeffekt zwei ganz liebe Menschen gehabt, die meine Hochzeit fotografisch begleitet haben und bin im Nachhinein beeindruckt wie viele Erinnerungen sie mir geschaffen haben, wie viele Details sie gesehen haben, die mir damals wegen all der Aufregung nicht aufgefallen sind und ich kann es immer nur wieder sagen: Danke, dass ich auch heute immer noch wenn ich mir meine Hochzeitsfotos ansehen, Tränen in den Augen habe…


Deswegen, wenn ihr auch mal Teil einer Hochzeit seid, egal ob Braut, Trauzeuge oder Gast - bitte passt auf, dass nicht diejenigen, die dafür sorgen, dass dieser Tag mit all seinem Glanz und mit allen Details in Erinnerung bleibt zu weit unten auf der Hochzeitsliste stehen.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Restwoche.


Liebe Grüße,

Heidi



Veröffentlicht in SPUTNIKeinsFotografie, Hochzeit, Fotoshooting, ÜberUns am 24.02.2015 14:35 Uhr. 0 KommentareKommentar abgeben

Dann legen wir mal los

Der Blog ist da! Doch worüber soll man nur schreiben?

Nun haben wir unseren Blog.


Hier werden wir euch etwas genauer von unseren aktuellen Projekten erzählen und euch unsere Inspirationen zeigen. 


Und was wichtig ist, wir werden uns etwas genauer vorstellen. Als wenn das nicht schon genug ist, stellen wir euch auch unsere Partner vor, die wir kennengelernt haben. 


Liebe Grüße,

Heidi



Veröffentlicht in SPUTNIKeinsFotografie, Blog, Inhalt am 15.01.2014 15:41 Uhr. 0 KommentareKommentar abgeben