§ 1 Allgemeines


(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden "AGB" genannt) gelten für alle von Heidi Kluthe & David Husted GbR (nachfolgend: Fotograf) durchgeführten Aufträge, Angebote, Lieferungen und Leistungen.


(2) Mit der Auftragserteilung erfolgt ein mündlicher Vertrag zwischen dem Auftraggeber und dem Fotograf. Mit  diesem treten auch die AGB des Fotografen in Kraft.


(3) Soweit keine abweichende Vereinbarung getroffen, gelten die AGB auch für alle zukünftigen Aufträge ein und desselben Auftraggebers.


(4) Die AGB dienen der Regelung und Klarstellung einiger Inhalte des Auftragsverhältnisses, welches sich im Übrigen nach dem Inhalt des einzelnen Auftrages bestimmt. Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform und müssen als solche ausdrücklich gekennzeichnet sein. Die Vertragsparteien sind sich einig, dass ausschließlich die vorliegenden AGB des Fotografen gelten sollen. Etwaige Geschäftsbedingungen des Auftraggebers finden keine Anwendung. Haben die Vertragsparteien abweichende Vereinbarungen getroffen, welche schriftlich niedergelegt wurden, so gehen diese den vorliegenden AGB vor.


(5) "Lichtbilder“ im Sinne dieser AGB sind alle von dem Fotografen hergestellten Produkte, gleich in welcher technischen Form oder in welchem Medium sie erstellt wurden oder vorliegen (Fachabzüge, Daten auf CD/DVD, usw.). Der Auftraggeber erkennt an, dass es sich bei dem von dem Fotografen gelieferten Bildmaterial um urheberrechtlich geschützte Lichtbildwerke im Sinne von § 2 Abs.1 Ziff.5 Urheberrechtsgesetz handelt.



§ 2 Urheber- und Nutzungsrecht


(1) Dem Fotograf steht das ausschließliche Urheberrecht an allen im Rahmen des jeweiligen Auftrages gefertigten Lichtbilder zu. Urheberrechte sind nicht übertragbar.


(2) Bei einem Auftrag hat der Fotograf das alleinige Recht die Lichtbilder hierfür zu erstellen. Dies bedeutet es sind ohne vorherige Absprache mit dem Fotografen von Seiten des Auftraggebers keine weiteren Fotografen, sowie externe Aufnahmegeräte (Smartphone, Tablet, Kamera, usw.) zulässig. Die Absprache kann auch mündlich erfolgen.


(3) Der Fotograf überträgt abhängig vom Auftrag ein einfaches Nutzungsrecht an den Lichtbildern auf den Auftraggeber. Dieses legt fest ob die Lichtbilder ausschließlich privat, oder auch gewerblich vom Auftraggeber genutzt werden dürfen. Ob es sich um eine private und/oder gewerbliche Nutzung der Lichtbilder handelt wird bei Auftragserteilung zwischen Fotograf und Auftraggeber vereinbart. Die Vereinbarung kann auch mündlich erfolgen.


(4) Eine private Nutzung gestattet dem Auftraggeber die von ihm erworbenen Lichtbilder in Form von Fachabzügen, Wandbilder, usw. zu vervielfältigen. Hierbei gibt es keine Einschränkung hinsichtlich der Anzahl der Fachabzüge, sowie des Druckmaterials (Fotopapier, Leinwand, usw.). Dieses Recht bezieht sich ausschließlich auf einen Erwerb der Lichtbilder als Datei. Wurden die Lichtbilder ausschließlich als Fachabzug erworben ist eine Vervielfältigung (in Form einer Fotokopie, Scan, Abfotografieren des Fachabzugs, usw.) nicht gestattet.

Der Auftraggeber hat außerdem das Recht die von ihm erworbenen Lichtbilder im Internet (Soziale Netzwerke, Webseite, usw.) zu nutzen, sofern dabei eine ausschließlich private Nutzung gewährleistet ist. Die namentliche Nennung des Fotografen ist hierbei nicht zwingend erforderlich. Auch hier ist ein Erwerb der Lichtbilder als Datei notwendig.


(5) Eine gewerbliche Nutzung gestattet dem Auftraggeber die von ihm erworbenen Lichtbilder für sein Unternehmen, oder das Unternehmen, in welchem er angestellt ist, kommerziell zu nutzen. Die Nutzung ist hierbei weder zeitlich befristet noch auf ein bestimmtes Medium (Internet, Flyer, Plakat, usw.) eingeschränkt.

Die gewerbliche Nutzung kann ausschließlich mit der Buchung eines Businessportraits oder Imageaufnahmen vom Auftraggeber erworben werden. Andere Bereiche/Shootingarten (Bewerbung, Hochzeit, Classic, usw.) gestatten folglich nur eine private Nutzung.


(6) Eine gewerbliche Nutzung der Lichtbilder im Nachhinein - gleich welcher Form vorliegend - durch den Auftraggeber selbst oder durch Dritte kann nur mit vorhergehender schriftlicher Zustimmung des Fotografen erfolgen. Dies gilt auch für Lichtbilder, welche durch den Auftraggeber oder durch Dritte digital oder anderweitig verändert bzw. verfremdet wurden. Diese weitergehende Nutzung ist dem Fotografen angemessen nach vorheriger Absprache zu vergüten und wird separat in Rechnung gestellt.


(7) Die zu übertragenden Nutzungsrechte - gleich welcher Art - gehen erst nach vollständiger Bezahlung des vereinbarten Honorars an den Fotografen wie vereinbart über.


(8) Erteilt der Fotograf die Genehmigung zu einer gewerblichen Nutzung der Fotos, so ist er als Urheber der Lichtbilder zu nennen. Eine Verletzung des Rechts auf Namensnennung berechtigt den Fotografen zum Schadensersatz.


(9) Die Weitergabe der Nutzungsrechten an Dritte, ist dem Auftraggeber grundsätzlich nicht gestattet und erfordert die Zustimmung des Fotografen.


(10) Der Auftraggeber erhält ausschließlich bearbeitetes Bildmaterial hochauflösend im Format JPG. Die Vorauswahl der Rohdaten wird ausschließlich vom Fotografen durchgeführt. Die Abgabe von unbearbeiteten, digitalen Rohdaten (unbearbeitete Bilder) ist ausgeschlossen. Die Aufbewahrung der digitalen Bilddaten ist nicht Teil des Auftrags. Die Aufbewahrung erfolgt demnach ohne Gewähr.


(11) Individuelle Abweichungen der Nutzungsrechte und Sonderkonditionen müssen schriftlich vereinbart werden.



§ 3 Vergütung und Fotobestellung


(1) Für die Herstellung der Lichtbilder wird ein Honorar erhoben, welches der aktuellen Preisliste des Fotografen und/oder eines vom Fotografen erstellten Kostenvoranschlags zur Grunde liegt.


(2) Soweit der Fotograf einen Kosten­vo­ran­schlag erstellt, ist dieser unverbindlich. Treten während der Ausführung des Auftrags Kosten­er­höhun­gen ein, sind diese vom Fotografen anzuzeigen.


(3) Zur Auswahl der Bilder stellt der Fotograf dem Auftraggeber ein persönliches , kennwortgeschütztes Onlinealbum zur Verfügung. Die Bilder sind nummeriert und und mit einem Wasserzeichen versehen. Der Auftraggeber kann seine Auswahl online in einem Wunschzettel speichern.


(4) Mit dem Teilen des Wunschzettels - wie in dem den Kunden übermittelten Leitfaden beschrieben, bzw. der Übermittlung der Bildnummern via Mail erteilt der Kunde dem Fotografen eine offizielle Auftragserteilung zur Bearbeitung der ausgewählten Fotos, welche abhängig von ihrer Anzahl unter Berücksichtigung etwaiger Gutscheine und/oder einer Anzahlung berechnet werden. Folglich ist dies als verbindliche Bestellung zu werten, welche vom Kunden nicht widerrufen werden kann.


(5) Nach abgeschlossener Bearbeitung erhält der Auftraggeber vom Fotografen via Mail die Rechnung. Die Zahlung erfolgt i.d.R. per Überweisung, oder ggf. nach Absprache in bar.


(6) Die Freigabe zum Download der Bilder erfolgt nach Zahlungseingang des vollständigen Rechnungsbetrages.

 

(7) Fällige Rechnungen, bzw. ausgewiesene Anzahlungen, sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen. Bis zur vollständigen Bezahlung bleiben die Nutzungsrechte an den Fotografien - gleich welcher Form - Eigentum des Fotografen. Werden die 14 Tage überschritten erhält der Kunde eine schriftliche Zahlungserinnerung, sowie eine neue vom Fotografen festgelegte Zahlungsfrist. Wird diese erneut nicht eingehalten fallen Mahngebühren an. Die Höhe dieser werden vom Fotografen festgelegt. Nach einer zweiten Mahnung sieht sich der Fotograf gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten. Die Kosten hierfür hat der Auftraggeber zu tragen.


(8) Ist eine Anzahlung für eine Leistung zu leisten, entscheidet der Fotograf mit dem Auftraggeber in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt diese zu leisten ist. Wenn die hier vereinbarte Leistung vom Auftraggeber kurzfristig – zwischen 48 und 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin - storniert wird, kann der Termin verschoben werden. Sollte dieser Termin ein weiteres mal kurzfristig abgesagt werden, wird die volle Summe der Anzahlung einbehalten. Ausnahmen hiervon sind ein Krankheitsfall oder höhere Gewalt. Eine Überprüfung/ Nachweis der Situation liegt im Ermessen des Fotografen.


(9) Ist ein befristetes Angebot (Gutschein, Deal, Coupon, Aktion, usw.) abgelaufen, ist der Fotograf nicht dazu verpflichtet dieses noch wahrzunehmen und/oder in jedweder Form zu vergüten. Ob das Angebot trotz Überschreitung der Frist genutzt werden kann, oder vergütet wird liegt im Ermessen des Fotografen.



§ 4 Haftung


(1) Für Schäden, gleich welcher Art, anlässlich der Vertragserfüllung haftet der Fotograf für sich und seine Erfüllungsgehilfen nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Dies gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, die er oder seine Erfüllungsgehilfen durch schuldhafte Pflichtverletzungen herbeigeführt haben.


(2) Für Schäden oder Verlust an/von Negativen oder digitalen Bilddaten haftet der Fotograf nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Haftungshöhe ist generell und in jedem Fall begrenzt auf die geleistete Anzahlung bzw. Rechnungssumme.


(3) Für Schäden, Mängel oder Verlust durch Subunternehmer oder Lieferanten, welche Ihre Leistungen auf eigene Rechnung erstellen, ist eine Haftung des Fotografen ausgeschlossen.


(4) Liefertermine für Lichtbilder sind nur dann verbindlich, wenn diese ausdrücklich von dem Fotografen bestätigt worden sind. Der Fotograf haftet für Fristüberschreitung nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.


(5) Gefahr und Kosten des Transports von Datenträgern, Dateien und Daten online und offline liegen beim Auftraggeber bzw. beim Lieferanten. Die Art und Weise der Übermittlung kann der Fotograf bestimmen.


(6) Die Organisation und Vergabe von Buchungen an den Fotografen, sowohl die Ausführung erfolgt mit größter Sorgfalt. Sollte jedoch auf Grund von Umständen, die der Fotograf nicht zu vertreten hat (z.B. plötzliche Krankheit, Verkehrsunfall, Umwelteinflüssen, Verkehrsstörungen, etc.) kein Fotograf zu dem vereinbarten Fototermin erscheinen, bzw. zu spät eintreffen, kann keine Haftung für jegliche daraus resultierenden Schäden oder Folgen übernommen werden.


(7) Sollte es kurzfristig zum Ausfall des geplanten und namentlich bekannten Fotografen kommen, so darf dieser einen mitarbeitenden, hoch qualifizierten Fotografen einsetzen, um die hier vereinbarten Pflichten zum Fotografieren zu erfüllen.


(8) Kann ein Termin von Seiten des Auftraggebers nicht wahrgenommen werden ist der Fotograf mindestens 24 Stunden vor dem Termin zu informieren. Erfolgt die Absage rechtzeitig kann ein neuer Termin vereinbart werden. Erfolgt die Absage nicht rechtzeitig oder gar nicht, liegt es im Ermessen des Fotografen einen neuen Termin anzubieten. Ausnahmen hiervon sind ein Krankheitsfall oder höhere Gewalt. Eine Überprüfung/ Nachweis der Situation liegt im Ermessen des Fotografen.

 


§ 5 Bildbearbeitung und Reklamation


(1) Der Fotograf ist, soweit durch den Auftraggeber keine ausdrücklichen Weisungen hinsichtlich der Gestaltung der Fotos gegeben wurden, bezüglich der Bildauffassung sowie der künstlerisch- technischen Gestaltung frei. Diesbezügliche Reklamationen sind ausgeschlossen.


(2) Jede Veränderung, Weiterbearbeitung (z.B. durch Foto-Composing, Montage oder durch elektronische Hilfsmittel zur Erstellung eines neuen urheberrechtlich geschützten Werkes) der gelieferten Lichtbilder bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch den Fotografen.


(3) Beanstandungen gleich welcher Art müssen innerhalb von sieben Tagen nach Ablieferung der Fotografien beim Fotografen eingegangen sein. Nach Ablauf der Frist gelten die Fotografien als vertragsgemäß und mangelfrei angenommen.

 


§ 6 Datenschutz


(1) Zum Geschäftsverkehr erforder­liche per­so­n­en­be­zo­gene Daten des Auftraggebers kön­nen gespe­ichert wer­den. Der Fotograf verpflichtet sich im Rahmen des Auftrages bekannt gewor­dene Infor­ma­tio­nen ver­traulich zu behandeln.



§ 7 Schlussbestimmungen und Salvatorische Klausel


(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland.


(2) Nebenabreden zum Vertrag bestehen nicht und bedürfen, soweit nachträglich gewollt, zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.


(3) Die etwaige Nichtigkeit bzw. Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieser AGB berührt nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen.


(4) Für den Fall das der Auftraggeber keinen Gerichtsstand in der Bundesrepublik Deutschland hat oder seinen Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt nach Vertragsabschluss ins Ausland verlegt, wird der Wohnsitz des Fotografen als Gerichtstand vereinbart.



Stand: 27. März 2020

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN FÜR EIN FOTOSHOOTING